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Der eingewachsene Nagel

Der eigentliche Grund für das Einwachsen von Nägeln ist immer noch umstritten, wobei es dem Fachmann durch Erfahrung in jedem Einzelfall ohne weiteres möglich ist, den Auslöser zu erkennen. Podologen und andere Experten informieren auf Initiative des Zentralverbandes der Podologen und Fußpfleger Deutschlands (ZFD) über die Tragweite von Fußerkrankungen und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass bei eingewachsenen Fußnägeln meistens mehrere Ursachen zusammenkommen. Häufigste Auslöser sind schlecht passende Schuhe, zu starke Belastung der Füße oder falsches Schneiden der Nägel, womit vielfach schon beim kleinen Kind begonnen wird. Daneben spielen die Form des Nagelbetts, die Stärke und Krümmung des Nagels, die Empfindlichkeit der Haut, aber auch die allgemeine Konstitution und das Körpergewicht eine Rolle. Außerdem wachsen Nägel manchmal dadurch ein, dass Veränderungen der Gesamtstatik im Fußskelett eine falsche Zehenstellung und einen schlechten Gang bewirken.

Beim eingewachsenen Nagel haben die Seitenränder und die vorstehenden Spitzen der Nagelplatte die Haut durchtrennt und das Gewebe gereizt. Die typischen Beschwerden entstehen dadurch, dass die Ränder der Nagelplatte in das Nagelbett oder die Haut des Nagelfalzes hineinschneiden. Beachtet man diese Tatsache nicht und entfernt zuviel vom Nagelrand, so richtet man leicht Schaden an. Es kann zur Entzündung, zur Eiterung, zu Wucherungen, ja sogar zur Nagelablösung kommen.

Wer erwartet, dass ein Nagel nach operativer Entfernung nicht mehr einwächst, unterliegt einem Irrtum. Von der operativen Entfernung ist sogar abzuraten, es sei denn, die Entzündung hat bereits ein derart fortgeschrittenes Stadium erreicht, dass sich dieser chirurgische Eingriff nicht mehr umgehen lässt. Bei genügender Sorgfalt wird dagegen in der Fußpflegepraxis fast immer der gewünschte Erfolg erzielt.

In der Praxis des Podologen ist der eingewachsene Nagel eines der häufigsten Nagelleiden. Gut ausgebildete Fußpfleger und Podologen wissen um die Behandlung dieses schmerzhaften Übels. Eine sehr erfolgreiche und dauerhafte Behandlungsmethode ist das Aufsetzen von Nagelkorrekturspangen.

Die Nagelspange ist eine Technik, die bei eingewachsenen und eingerollten Großzehennägeln, Hühneraugen und Hornhaut im Nagelfalz oder unter der seitlichen Nagelplatte ihren Einsatz findet. An den kleinen Zehen ist diese Art der Nagelveränderung eine Ausnahme. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist, dass der Nagel fest, nicht brüchig und frei von Nagelpilz ist.

Es gibt viele verschiedene Techniken und Arten von Spangen. Sie alle aber haben das gleiche Ziel, das Nagelbett dauerhaft zu korrigieren. Erreicht wird dies durch das Anheben der Nagelseiten durch die Spange.

Je nach Spange ist eine Tragezeit von etwa einigen Monaten bis zu einem Jahr notwendig. Einige Spangen müssen alle 4-6 Wochen abgenommen, nachgespannt und wieder aufgesetzt werden, andere wachsen mit dem Nagel nach vorne heraus. Alle heute gebräuchlichen Spangen werden so auf dem Nagel befestigt, dass ein Verrutschen oder Verlieren nicht möglich ist.

Die Art der Spange hängt von der Beschaffenheit des Nagels ab. Hier gibt es verschiedene Methoden, die je nach Patient und Diagnose ausgewählt werden. Die Spange behindert in keiner Weise und ist schmerzfrei; selbst Sportarten wie Fußball, Handball und Leichtathletik können problemlos ausgeübt werden.




 

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