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Zahl der Betroffenen könnte steigen

Die Zahl der Diabetiker wird nach Einschätzung von Experten in den kommenden beiden Jahrzehnten stärker steigen als erwartet. Bis 2030 werde es voraussichtlich 1,5 Millionen mehr Menschen mit Typ-2-Diabetes in der älteren Bevölkerung geben als heute, wie am Dienstag im Vorfeld der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) in Leipzig bekannt wurde. Die Prognose basiert auf Schätzungen des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ). Derzeit leben in Deutschland rund sechs Millionen Menschen mit einer Typ-2-Diabetes, früher auch als Altersdiabetes bezeichnet. Inzwischen findet sich die Krankheit aber auch bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen.

 

Für die Altersgruppe der 55- bis 74-jährigen Männer sagt die von den DDZ-Experten erarbeitete Modellrechnung bis 2030 einen Zuwachs um fast eine Million Menschen mit Diabetes voraus (plus 79 Prozent). Bei den Frauen dieser Altersgruppe wird ein Anstieg um eine halbe Million Betroffene prognostiziert (plus 47 Prozent)

 

Ein Teil des Anstiegs ist nach Einschätzung der Experten allerdings vermeidbar. Mehrere Studien hätten gezeigt, dass eine Änderung des Lebensstils mit Gewichtsreduktion, körperlicher Bewegung und einer gesünderen Ernährung rund die Hälfte aller Diabetes-Neuerkrankungen verhindern könnte. Würde jeder zweite Erwachsene in der älteren Bevölkerung mit einer Diabetes-Vorstufe erfolgreich und dauerhaft an Maßnahmen zur besseren Ernährung und Gewichtsreduktion teilnehmen, könnten nach der aktuellen Studie gut ein Fünftel der zukünftigen Erkrankungen bei Männern und fast ein Drittel der Fälle bei Frauen vermieden werden.




 

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