 Man kann chronische Wunden fachgerecht beurteilen und versorgen. Man ist befähigt, die im Expertenstandard - Pflege von Menschen mit chronischen Wunden - vorgesehenen Aufgaben im Pflegeprozess fachgerecht durchzuführen.
Man erwirbt die Fähigkeiten und Fertigkeiten, moderne Wundmanagementkonzepte umzusetzen.
In Deutschland wird die Zahl der Patienten, die an einer chronischen Wunde leiden auf mindestens 2,4 Millionen Menschen geschätzt. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen für die Versorgung chronischer Wunden gehen in die Milliarden Euro jährlich.
Aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung ist mit einer Zunahme sowohl der Patientenzahl als auch der Ausgaben zu rechnen. Unzureichender Wissensstand und kurzfristige wirtschaftliche Überlegungen tragen ihren Anteil zu einem kostenintensiven und langwierigen Behandlungsprozess bei. Andererseits gibt es hinreichende Möglichkeiten, die Wundbehandlung zu optimieren, den Therapieverlauf zu verkürzen, dem Entstehen chronischer Wunden vorzubeugen und damit die Lebensqualität bei gleichzeitiger Kostensenkung zu verbessern.
Die Versorgung chronischer Wunden ist eine interdisziplinäre Aufgabe. Vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen im Krankhaussektor erwachsen insbesondere für die Pflege neue Möglichkeiten und Tätigkeitsfelder im Bereich des Wundmanagements. 
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